Warum diese Strecke
Zwei ganz verschiedene Seiten auf einer Straße. Die österreichische Seite ist breit und modern, mit langen, weiten Kurven über der Baumgrenze und den Gletschern der Ötztaler Alpen hinter dir. Die italienische Seite ist alt, schmal und wild: unbeleuchtete Tunnels, enge Kehren und Blicke steil hinunter ins Passeiertal. Oben erzählen ein kleines Museum und mehrere architektonische Aussichtspunkte die Geschichte des Passes. Kaum eine Fahrt in den Alpen bringt dich so schnell vom Gletscherland in fast mediterrane Wärme.
Die Route
- ASölden
Start in Sölden im Ötztal, fahr talein Richtung Obergurgl.
- 1Zwieselstein
Ein kleines Dorf, wo sich das Tal teilt. Halt dich links Richtung Obergurgl und Timmelsjoch.
- 2Hochgurgl
Kurz nach Untergurgl zweigt die Passstraße ab und steigt nach Hochgurgl. Darüber liegt die Mautstelle mit einem Motorradmuseum.
- 3Timmelsjoch
Der Pass auf 2.509 m an der Grenze zwischen Österreich und Italien, mit kleinem Museum und Aussichtspunkten auf beiden Seiten.
- 4Moos in Passeier
Nach der schmalen italienischen Abfahrt mit Tunnels und Kehren erreichst du Moos, ein Dorf hoch über der Schlucht der Passer.
- BSt. Leonhard in Passeier
Der Hauptort des Passeiertals, schon warm und grün, mit der Weiterfahrt nach Meran oder über den Jaufenpass.
Stopps, die sich lohnen
Oben parken, das kleine Passmuseum anschauen und zu den Aussichtspunkten gehen. Der Blick nach Süden die italienische Seite hinunter ist der beste Moment der Fahrt.
Licht und die beste Zeit
Du fährst nach Süden, am Vormittag steht die Sonne also links und vor dir. Starte gegen 9, damit du oben bist, bevor sich nachmittags die Wolken bilden, das geht hier schnell. Auf der österreichischen Seite liegen die Gletscher hinter dir, schau von oben zurück. Die italienische Abfahrt schaut nach Südosten: Am späten Vormittag hast du die Sonne vor dir, am Nachmittag fällt das tiefe Tal teilweise in den Schatten, um die Mittagszeit ist der Blick hinunter also am besten.
Der Pass ist je nach Schnee meist etwa von Ende Mai oder Juni bis Oktober offen, im Winter gesperrt und nachts meist zu. Prüf vor der Fahrt die aktuellen Öffnungszeiten. Juli bis September ist am verlässlichsten. An Sommerwochenenden sind sehr viele Motorräder unterwegs.
Mit welchem Fahrzeug
Eine Lieblingstour, oft zusammen mit dem Jaufenpass. Die italienische Seite ist schmal mit unbeleuchteten Tunnels: Sonnenbrille rechtzeitig abnehmen.
Auf der österreichischen Seite offen großartig, oben kalt. Auf der italienischen Seite sind die Tunnels dunkel und feucht.
Für normale Autos kein Problem. Die italienische Seite ist schmal, weich aus, wo es geht, und fahr bergab im niedrigen Gang.
Ein langer, harter Anstieg von beiden Seiten. Nachts ist die Straße meist gesperrt, prüf die Öffnungszeiten und plan deine Zeit.
Gut zu wissen
Das Timmelsjoch ist auf österreichischer Seite mautpflichtig, aktuelle Preise auf der Website des Betreibers. Im Winter ist es gesperrt und nachts meist zu, prüf die Öffnungszeiten. Die italienische Seite ist schmal mit engen Kehren und Tunnels: nicht für Anhänger oder große Wohnmobile geeignet, prüf vorher die Fahrzeugbeschränkungen. Tank in Sölden oder St. Leonhard.
Route am 2. November 2026 mit OpenStreetMap geprüft. Straßen, Sperren und Regeln ändern sich: prüf vor der Fahrt den aktuellen Stand und halte dich an die Beschilderung.
Fragen
Wann ist das Timmelsjoch geöffnet?
Je nach Schnee meist etwa von Ende Mai oder Juni bis Oktober, und nur tagsüber. Prüf vor der Fahrt die aktuellen Öffnungszeiten und den Stand.
Ist das Timmelsjoch mautpflichtig?
Ja, auf österreichischer Seite zahlst du Maut. Die aktuellen Preise stehen auf der Website des Betreibers.
Wie lange dauert die Fahrt über das Timmelsjoch?
Etwa eine Stunde reine Fahrzeit von Sölden nach St. Leonhard in Passeier, im Sommerverkehr mehr. Mit Stopps plan einen halben Tag ein.
Kann ich mit Wohnmobil oder Anhänger übers Timmelsjoch?
Für Anhänger und große Fahrzeuge gelten Beschränkungen, und die italienische Seite ist schmal mit engen Kehren. Prüf vorher die Regeln des Betreibers.