Warum diese Strecke
Wenige Pässe verändern sich in einer Stunde so stark. Du startest in den Bergwäldern über Kranjska Gora, kommst an einer Holzkapelle vorbei, die russische Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg gebaut haben, überquerst den Pass auf 1.611 Metern unter kahlen Kalkwänden und fährst dann in ein Tal hinunter, das sich fast mediterran anfühlt, mit der leuchtenden Soča in ihren Schluchten. Alle Kehren sind nummeriert, du weißt also immer, wie weit du schon bist.
Die Route
- AKranjska Gora
Start in Kranjska Gora, fahr nach Süden in den Wald, vorbei am Jasna-See.
- 1Ruska kapelica
Die Russische Kapelle, eine kleine Holzkirche im Wald, zur Erinnerung an die russischen Gefangenen, die beim Straßenbau ums Leben kamen.
- 2Vršič
Die Passhöhe auf 1.611 m, mit Hütten und den Kalkwänden der Julischen Alpen rundherum. Achte beim Hinauffahren auf das Gesicht der Heidin in der Nordwand des Prisojnik.
- 3Trenta
Nach den südlichen Kehren erreichst du das Trenta-Tal, mit einem Denkmal für den Bergsteiger Julius Kugy und dem Besucherzentrum des Triglav-Nationalparks.
- 4Soča
Ein kleines Dorf am Fluss. In der Nähe fließt die Soča durch die enge Schlucht Velika korita, ein kurzer Spaziergang von der Straße.
- BBovec
Das Ende der Fahrt im weiten Becken von Bovec, dem Zentrum fürs Raften und Kajakfahren auf der Soča.
Stopps, die sich lohnen
Ein kurzer Weg von der Straße hinauf zur Kapelle im Wald, still und berührend.
Auf der Passhöhe gibt es derzeit keinen Parkplatz (die Flächen werden umgebaut); parke an den markierten Flächen unterhalb des Passes oder nimm den kostenlosen Sommerbus. Von oben geht es ein paar Minuten zu den Hütten, dort siehst du in beide Täler.
Licht und die beste Zeit
Beim Anstieg ab Kranjska Gora fährst du nach Süden, um die Mittagszeit hast du die Sonne also vor dir. Fahr gegen halb neun los: Der Wald ist noch frisch, die Nordseite liegt im Licht, und an der Soča bist du am späten Vormittag, wenn die Sonne hoch genug steht, damit das Wasser in den Schluchten grün leuchtet. Am Nachmittag liegt das Trenta-Tal auf einer Seite in tiefem Schatten, für Fotos ist der Kontrast dann hart.
Juni bis September ist Hauptsaison. Im Winter ist der Pass nach Schneefall oft gesperrt, im Frühjahr öffnet er, sobald die Straße frei ist, prüf das vor der Fahrt. An Sommerwochenenden ist sehr viel los, die markierten Parkflächen unterhalb des Passes und an der Velika korita sind früh voll. Im September ist es ruhiger und die Soča genauso grün.
Mit welchem Fahrzeug
Macht Spaß, aber Vorsicht: Die gepflasterten Kehren auf der Nordseite sind bei Nässe rutschig, und im Sommer ist viel Verkehr.
Für jedes Auto machbar. Auf der Südseite bergab im niedrigen Gang, die Kehren sind eng und steil.
Offen herrlich durch den Wald und das Soča-Tal hinunter. Stellenweise schmal, also langsam.
Von beiden Seiten ein harter Anstieg, vor allem über das Pflaster auf der Nordseite. Im Sommer sehr beliebt.
Gut zu wissen
Auf der Passstraße zahlst du keine Maut; die slowenische Vignette brauchst du nur auf Autobahnen. Die Kehren sind eng und auf der Nordseite gepflastert: mit langem Wohnmobil oder Anhänger keine gute Wahl, prüf vorher mögliche Fahrzeugbeschränkungen. Tank in Kranjska Gora oder Bovec. Auf der Passhöhe gibt es derzeit keinen Parkplatz; nutze die markierten Flächen unterhalb des Passes oder den kostenlosen Sommerbus. Parken an den Soča-Schluchten kostet im Sommer oft Geld.
Route am 2. November 2026 mit OpenStreetMap geprüft. Straßen, Sperren und Regeln ändern sich: prüf vor der Fahrt den aktuellen Stand und halte dich an die Beschilderung.
Fragen
Wie viele Kehren hat der Vršič-Pass?
Fünfzig, alle nummeriert: 24 auf der Seite von Kranjska Gora und 26 auf der Trenta-Seite.
Wie lange dauert die Fahrt über den Vršič-Pass?
Etwas mehr als eine Stunde reine Fahrzeit von Kranjska Gora nach Bovec. Mit Stopps an der Kapelle, oben und an der Soča plan einen halben Tag ein.
Ist der Vršič-Pass im Winter offen?
Oft nicht: Nach Schneefall und über weite Teile des Winters ist er meist gesperrt. Prüf vor der Fahrt den aktuellen Stand.
Ist der Vršič-Pass schwierig?
Er ist steil, die Kehren sind eng, und die gepflasterten auf der Nordseite sind bei Regen rutschig. Fährst du langsam, ist er für jedes Auto machbar.