Warum diese Strecke
Der schnellste Weg nach Cortina ist nur etwa eine Viertelstunde kürzer und führt durchs Grödnertal über Sella- und Grödner Joch, auch schön, aber voller und nicht die klassische Linie. Diese Straße wurde vor mehr als hundert Jahren gebaut, um die Täler für Reisende zu verbinden, und sie reiht bis heute die schönsten Blicke aneinander: den grünen Karersee unter dem Latemar, den Rosengarten über dem Karerpass, das weite Fassatal, die Kehren hinauf zum Pordoi mit der Sellagruppe neben dir und zum Schluss den hohen, felsigen Falzarego vor der langen Abfahrt ins Ampezzaner Becken.
Die Route
- ABolzano
Verlass Bozen nach Osten und bieg ins Eggental ab. Die Straße zwängt sich mit Tunneln durch eine tiefe Schlucht und steigt dann an Welschnofen vorbei an.
- 1Lago di Carezza
Der kleine grüne Karersee unter dem Latemar. Park am Parkplatz an der Straße und geh die paar Schritte zum Ufer.
- 2Passo di Costalunga
Der Karerpass auf 1.752 m. Hinter dir der Latemar, links die Wände des Rosengartens. Dann hinunter ins Fassatal.
- 3Canazei
Der Hauptort des Fassatals, im Sommer sehr belebt. Hier beginnt der Anstieg zum Pordoi.
- 4Passo Pordoi
Eine lange Folge von Kehren hinauf auf 2.239 m, die Sellagruppe direkt über dir und im Süden der Gletscher der Marmolada. Seilbahn hinauf zum Sass Pordoi.
- 5Passo Falzarego
Hinunter nach Arabba und durch Andraz wieder hinauf auf 2.105 m. Felsig und wild, mit der Lagazuoi-Seilbahn und den Cinque Torri in der Nähe.
- BCortina d'Ampezzo
Die lange Abfahrt öffnet sich ins Ampezzaner Becken, rund um den Ort Tofane und Cristallo.
Stopps, die sich lohnen
Zwanzig Minuten für den See und den Latemar, der sich darin spiegelt. Früh am Morgen ist das Wasser am ruhigsten und der Weg am leersten.
Oben die Beine vertreten und die Sellawände anschauen. Wenn du Zeit hast, fahr mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi.
Ein letzter hoher Stopp vor Cortina, mit alten Kriegsstollen im Lagazuoi und weitem Blick zu den Tofane.
Licht und die beste Zeit
Fahr bis 8 Uhr in Bozen los. Du fährst meist nach Osten, früh am Morgen steht die Sonne also vor dir, aber in der Schlucht und am Karersee stört das kaum: Der See ist früh am ruhigsten, und der Latemar dahinter bekommt weiches Licht von der Seite. Am Pordoi und Falzarego bist du am späten Vormittag, die Sonne steht hoch über den Pässen, bevor sich am Nachmittag Wolken bilden. Das berühmte rosa Glühen der Felsen gibt es bei Sonnenuntergang: Von Cortina aus leuchten die Wände im Westen, etwa die Tofane, am längsten.
Juni bis September ist am schönsten, dann haben alle Hütten und Seilbahnen offen. Die Pässe dieser Strecke werden meist auch im Winter offen gehalten, dann brauchst du aber Winterreifen oder Ketten, und kurze Sperren sind möglich. Juli und August sind sehr voll, besonders am Karersee, am Pordoi und in Cortina. Der September bringt klare Luft und weniger Leute.
Mit welchem Fahrzeug
Mit das Beste, was Europa zu bieten hat: lange Kehrenanstiege, guter Belag, Stopps überall. An Sommerwochenenden ist viel Verkehr, also früh los.
Offen wunderbar, aber pack warme Sachen ein: Die Pässe liegen über 2.000 m, und morgens kann es auch im August kalt sein.
Für jedes Auto einfach. Die Straßen sind breit genug, bei den langen Abfahrten einfach einen niedrigen Gang nehmen.
Mit dem Wohnmobil machbar, die Straße ist eine Hauptverbindung und auch Busse fahren sie. Nimm die Kehren langsam und plan, wo du parkst: Die Parkplätze am See und an den Pässen sind früh voll.
Gut zu wissen
Keine Maut auf der Strecke. Parken am Karersee und an den Pässen kostet oft Geld. Tankstellen gibt es in den Tälern (Canazei, Arabba, Cortina), nicht auf den Pässen. Im Winter brauchst du Winterausrüstung. An den Anstiegen sind viele Radfahrer unterwegs, gib ihnen Platz.
Route am 2. November 2026 mit OpenStreetMap geprüft. Straßen, Sperren und Regeln ändern sich: prüf vor der Fahrt den aktuellen Stand und halte dich an die Beschilderung.
Fragen
Wie lange dauert die Fahrt auf der Großen Dolomitenstraße?
Etwa 2 Stunden 15 reine Fahrzeit von Bozen nach Cortina d'Ampezzo. Mit dem See und Stopps an den Pässen solltest du einen ganzen Tag einplanen.
Ist die Große Dolomitenstraße im Winter offen?
Die Pässe dieser Strecke werden meist auch im Winter offen gehalten, du brauchst aber Winterreifen oder Ketten, und nach starkem Schneefall kann es kurze Sperren geben. Prüf vorher den Stand.
Kostet die Große Dolomitenstraße Maut?
Nein, die Straße ist frei. Zahlen musst du nur fürs Parken an manchen Stellen und für Seilbahnen.
Wo ist der schönste Aussichtspunkt an der Großen Dolomitenstraße?
Der Karersee für die Spiegelung des Latemar, das Pordoijoch für Sella und Marmolada und der Falzarego für echtes Hochgebirgsgefühl.